Eckhart Tolle - der spirituelle Dagobert Duck?

von Frank

In einem englischsprachigen Blogbeitrag hinterfragt Christopher Titmuss die Geschäftspraktiken von "Eckhart"* Tolle, der in den letzten Jahren zu einem der meistbeachteten Autoren und Redner zu spirituellen Themen wurde.

Tolle erzielt mit seinen Büchern und Vorträgen immense Umsätze, nicht zuletzt aufgrund der hohen Preise die er verlangt: 995 Dollar für ein fünftägiges Retreat (ohne Kost und Logis), 99 Dollar für ein 6-monatiges "Eckhart TV" Abonnement, 695 Dollar für ein zweitägiges Retreat mit hunderten von Teilnehmern...

Titmuss stellt die Frage, wie sich profitmaximierendes wirtschaftliches Handeln mit der von Tolle formulierten Lehre verträgt. Tolle selbst trifft u.a. die Aussagen, dass der Wunsch, immer mehr haben zu wollen suchthaften Charakter annehmen könne und dass ein aufgeblähtes Ego mit verblendetem Denken und Handeln einhergeht.

Wenn Tolles Lehre für ein besseres Leben und Befreiung förderlich ist, sei es fragwürdig, diese gut situierten Personen erschwinglich zu machen und jenen den Zugang zu erschweren, die nur über ein geringes Einkommen verfügen.

Titmuss schlägt vor, dass Tolle offen legt, für was er den erworbenen Reichtum einzusetzen gedenkt und dass er künftig auf Basis freiwilliger Spenden lehren sollte, um Widersprüche zwischen seinen Worten und Taten aufzulösen.

Den sehr lesenswerten Text finden Sie hier.

 

*einst getauft auf den etwas profaneren Namen Ulrich Tolle

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